Wo bleibt eigentlich unser Groß-Berlin-Gesetz?

Der 1. Oktober 1920 – vor rund 100 Jahren – ist ein besonderer Tag in der Berliner Stadtgeschichte. Mit dem sogenannten Groß-Berlin-Gesetz wurde über Nacht aus 8 selbständigen Städten, 59 Umlandgemeinden und 27 Gutsbezirke eine der größten Metropolen der Welt.

Die Vereinigung war bitter notwendig. Durch das explosionsartige Wachstum der Region wuchsen die (Infrastruktur-)Probleme gleich mit: U-Bahnen ohne Anschluss an die Nachbargemeinde, Städte, die ihr Abwasser in Seen entsorgen aus denen andere Städte ihr Trinkwasser gewinnen mussten, Steuer-Dumping, keine einheitliche Regionalplanung.

Mit der Gründung des neuen Berlins begann eine Blütezeit für die Stadt, die als die goldenen 20er Jahre bezeichnet werden: Bauprojekte mit einer anspruchsvollen Architektur, der Sozialdemokrat Ernst Reuter gründete mit der Berliner Verkehrs-Aktiengesellschaft eine der größten Infrastrukturgesellschaften der Zeit.

Warum ich das poste? Geht es nur mir so oder seht ihr auch mehr als eine Parallele zur aktuellen Situation im Ruhrgebiet? Wie können wir endlich mehr Revier wagen?


Mehr Infos:

https://www.tagesspiegel.de/berlin/gross-berliner-fusion-nur-los-angeles-war-groesser/1946180.html

https://www.berliner-zeitung.de/open-source/das-ganze-ist-groesser-als-die-summe-seiner-teile-li.108312

https://www.sueddeutsche.de/politik/berlin-metropole-1920-weimarer-republik-1.5058088

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